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Video: Friedensforscherin Schröder: Krieg könnte noch sehr lange fortgesetzt werden

25.05.22 | 04:34 Min. | Verfügbar bis 25.04.2023

Wie kann eine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg aussehen? Zur Vorbereitung von Friedensverhandlungen sei die Formulierung realistischer Ziele nötig, sagte die Friedensforschern Ursula Schröder. "Nicht Frieden, sondern maximal die Koexistenz von zwei souveränen Staaten." Dazu gehöre auch, die Vorbedingung für Verhandlungen aufzunehmen. Beispielsweise der Rückzug russischer Truppen auf das Territorium vor dem 24. Februar, und das Signal, dass die Ukraine alleine über ukrainische Hoheitsthemen entscheiden kann. Russland müsse selber Verhandlungen anstreben. "Da geht es darum, dass über Zeit die Kriegsparteien erkennen, dass sie ihre politischen Interessen nicht mit militärischen Mitteln durchsetzen können, dass der Krieg zu teuer ist, dass man sich in einer Pattsituation befindet, die beiden Seiten so sehr wehtut, dass ein Weg zum Verhandlungstisch unausweichlich ist", sagte Prof. Schröder. Ob Russland diesen Weg einschlage, sei unklar. "Die Szenarien, die wir uns anschauen, sind leider nicht so positiv“, so die Friedensforscherin weiter. "Es kann gut sein, dass dieser Krieg noch sehr lange fortgesetzt wird. Krieg dieser Art können so lange weitergehen, bis eine oder beide Parteien erschöpft sind.“ Der Krieg könne sich auch in einen Krieg niedrigschwelliger Intensität verwandeln, der sehr lange weitergehe, solange die Parteien durchhielten. "Unter diesen Bedingungen wird es dann auch schwer, ein Friedensabkommen zu schließen."

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